Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts ist ein Kampfsport, bei dem in einem Ring im Vollkontakt gekämpft wird, die Techniken wie Grappeln und Schläge stammen aus den verschiedensten Kampfkünsten. Dieses Kombinationskonzept gibt es seit Jahrtausenden, aber die Begriffe „Mixed Martial Arts“ und „MMA“ wurden erst 1993 bekannt, als die Ultimate Fighting Championship (UFC) geschaffen wurden.

Kampfsport für Jedermann

Die Entwicklung der modernen MMA-Bewegung lässt sich nicht exakt belegen, jedoch wird als Ursprung oft die Familie Gracie genannt, die seit 1920 in Brasilien tätig ist. Zudem beeinflusste Bruce Lee mit seiner Philosophie alles Nützliche zu verwenden und alles Überflüssige abzustoßen, ebenfalls die Entwicklung dieses Kampfsportes. Lee rückte von den traditionellen Methoden des Übungskampfes ab und bevorzugte Vollkantakt. Auch in Japan erfreuen sich die Mixed Martial Arts, die dort als Shootfighting bekannt sind, großer Beliebtheit.

In dem Maße, wie die Bekanntheit der Mixed Martial Arts gestiegen ist, hat sich dieser Sport von seinen Ursprüngen im "Jeder kann mitmachen" des brasilianischen Vale Tudo gelöst und rund um die Welt für eine kleine Revolution gesorgt, weil der Bodenkampf in den MMA ein Schlüsselelement ist und dadurch erhöhte Aufmerksamkeit erfahren hat. So haben viele Kampfkünste Grappel- und Bodenkampftechniken mit aufgenommen, um ihre Schüler umfassender auf Kämpfe vorzubereiten.

Auch, wenn MMA durchaus kein sanfter Sport ist, gab es bisher bei offiziellen Kämpfen nur einen einzigen registrierten Todesfall.

Drei Trainingsbereiche

MMA-Kämpfer konzentrieren sich beim Training auf drei Hauptbereiche: Bodenkampf, Clinch und Kampf im Stand.

Typisch für den Bodenkampf sind Elemente aus anderen Stilen wie Ringen, Catch-Wrestling, Sambo, brasilianischem Jiu-Jitsu und Judo. Grappelechniken aus dem Jiu-Jitsu und Judo kommen jedoch modifiziert zum Einsatz, da MMA-Kämpfer keine traditionellen Kampfanzüge tragen. Zusätzlich werden bei den Mixed Martial Arts auch Festlegetechniken und Kampfmanöver für die Oberlage trainiert.

Im Clinch konzentriert man sich auf Würfe und Stand-Boden-Übergänge, kennt aber auch die Spezialität aus dem Muay Thai, während des Clinchs Schläge anzubringen und Knie- und Ellbogentechniken einzusetzen.

Beim Kampf im Stand kommen Boxen, Kickboxen, Muay Thai und weitere Kampfkünste zum Einsatz, die rasche, kraftvolle Techniken bieten, um den Gegner kampfunfähig oder orientierungslos zu machen.